Wie wäre es mit einem Buch unter dem Weihnachtsbaum?

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Nach vier Tagen Buchausstellung bin ich beruhigt: Die Schüler an unserer Grundschule lesen tatsächlich noch. Schon zum zweiten Mal hatten wir Eltern letzte Woche in die Bücherei geladen und Neuerscheinungen vorgestellt.

Wozu wir Eltern uns die Arbeit im Herbst machen? Weil wir hoffen, dass auch in diesem Jahr wieder möglichst viele dieser Bücher in den Nikolausstiefeln stecken werden und unter dem Weihnachtsbaum liegen. Für die Medienvermittlung freut sich unsere kleine Schulbücherei außerdem über die Provision unseres Vertriebspartner borromedien. Von dem Einkaufsgutschein wandern wiederum neue Bücher für die Ausleihe in unsere Regale. Klingt super, oder?

Buchausstellung mit Eule

Binnen des letzten Jahres haben wir den Bücherbestand durch Sach- und Geldspenden fast vollständig ausgetauscht. Ja, man kann sagen, unsere Schulbücherei ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht, hat alle Bücher der alten Rechtschreibreform verbannt und sogar die Öffnungszeiten erweitert. Dank motivierter Eltern und Lehrkräfte, die sich für neues Lesewerk an unserer Schule stark machen.

Bildung ist die stärkste Waffe um die Welt zu verändern! [Nelson Mandela]

Wo wir gerade über Schulbüchereien reden, muss ich euch unbedingt jemanden vorstellen: Peter Hurrelmann, ne Kölsche Jung mit großem Rheinländer-Herz. Vor 20 Jahren haben wir gemeinsam CeBIT gemacht. Heute machen wir gemeinsam Schulbücherei. Ich als Vorsitzende des Schulfördervereins, er als Projektleiter des Projekts „Hand in Hand for a better life„. Hinter ihm stehen zwei Teams (eins in Uganda, eins in Bad Honnef) die seit 2013 um Gesundheit, Chancengleichheit und Bildung für Kinder in Kasambya kämpfen.

Peter Hurrelmann (hinten links) und ein Teil seines deutschen Teams. (Quelle: Hand in Hand for a better life)

Bildung wird in Afrika fast ausschließlich mit Hilfe von Büchern vermittelt, schreibt mein Kollege Peter in seinem aktuellen Newsletter. Zu Weihnachten hat das Team eine wundervolle Geschenkidee kreiert, wie ich finde:

Mit 35 Euro (einmalig zu zahlen, also kein Abo!) kann jeder helfen, indem er ein Bücherfach mit zehn Büchern für die Schulbücherei in Kasambya spendet.

Eine Bücherkiste zu Weihnachten verschenken

Die Idee überzeugt mich schon ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Aber es geht noch weiter. Wer möchte, bekommt von einem der Schüler eine eigene Widmung in eines der Bücher geschrieben und erhält ein Foto mit Schüler und Widmung zurück.

Quelle: Hand in Hand for a better life

Ich finde die Idee wirklich super. Wenn jeder aus unserer Familie nur ein paar Münzen aus seinem Sparschwein zusammenkratzt, bekommen wir die 35 Euro schnell zusammen. Und ich freue mich jetzt schon auf die Diskussion mit unseren Kindern. Den eigenen verfassten Text in einem Buch zu lesen, das irgendwo in Afrika steht, in einer kleinen Schule, die so ganz anders aussieht als ihre eigene – das gehört schon zu den besonderen Erfahrungen.

Übrigens werden nicht nur Sachbücher für die Schüler bereit gestellt, es werden auch spannende Leseabenteuer von Prinzessinnen und Piraten, Poesie und Prosa zu finden sein. Hand aufs Herz: Wer macht mit?

Rückblick 2018

Ich verfolge die Entwicklung dieser Schule schon über einige Monate digital mit, eine Zeit in der viel bewegt wurde. Meilenstein in diesem Jahr: nach dreijähriger Existenz wurde die Schule um Internatsplätze erweitert. Im letzten Winter wurde zu Spenden von Schlafplätzen aufgerufen, die mit einer Botschaft versehen werden konnte. Zu wissen, wo genau das Geld ankommt und welche Verwendung es findet, finde ich gerade als Erklärung an unsere eigenen Kinder wirklich gelungene Transparenz. Klickt euch doch mal rüber in die Schule von Kasambya

Rückblick 2018: 70 Etagenbetten wurden für das Schulinternat angeschafft und mit persönlicher Widmung verziert. (Quelle: Hand in Hand for a better life)

Erlebnispark Ziegenhagen bald nur noch ein Märchen?

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Gerade stelle ich mir die Frage, ob ich euch überhaupt noch von unserem letzten Familienausflug in diesem schönen Freizeitpark, zwischen Kassel und Göttingen gelegen, erzählen soll. Aktuell erreichte uns die Nachricht über die Sozialen Netzwerke, dass es die letzte Saison für das Familienunternehmen gewesen sein soll. Grund: vorzeitig endender Pachtvertrag.

Wer mich kennt, weiß, dass ich Dinge nie isoliert betrachte, sondern immer als Ganzes. Und immer wieder lehrt mich das Leben: schließt sich die eine Tür, wird sich eine andere öffnen. Völlig unklar für die Öffentlichkeit aktuell, ob ein Verkauf ins Haus steht, ob der Betreiber weiter machen darf, ob das Anwesen überhaupt öffentlich weiter genutzt wird oder für eine private Nutzung angedacht ist…

Meine Empfehlung daher: Nutzt die Chance in den Herbstferien, lasst eure Kindheitserinnerung nochmal aufleben, habt mit euren Kindern Spaß und sagt leise „Ade“. Vielleicht ist es ein Abschied für die Saison, vielleicht auch endgültig.

Offiziell geöffnet bis zum 20. Oktober 2019

Wenn sich der Papa mit der Tochter im Hamsterrad dreht, schaut Mama lieber zu….

Noch bis zum 20. Oktober habt ihr täglich Zeit, einen spaßigen Tag auf dem ehemaligen Rittergut zu verleben – dann endet die Saison 2019 für den kleinen Familienbetrieb in Nordhessen offiziell. Je nach Wetterlage könnte der Park sogar noch an den beiden darauf folgenden Wochenenden inklusive Feiertag-Verlängerung bis zum 3. November für Euch öffnen. Ob es diesen Besucher-Bonus geben wird, bleibt also mit Blick auf die Wetterkarte abzuwarten.

Märchenzoo und Erlebnispark im Wandel der Zeit

Vielleicht kennt ihr diesen kleinen Park noch als „Märchenzoo“ aus eurer Kindheit? Ist nicht ganz falsch, denn so hieß er in den Siebzigern. Die Märchenfiguren gibt es heute noch überall im Park verteilt. Auch viele Spielgeräte sind bis heute geblieben. Und das auch ganz bewusst. Was ihr nicht mehr findet, sind Tiere. Die sind dem Wandel der Zeit zum Opfer gefallen. Ich habe mit Mike Stolzenberg über die aktuelle Gestaltung gesprochen und natürlich haben wir selbst als Familie ganz viel ausprobiert….

Wer in Ziegenhagen rasante Fahrgeschäfte erwartet, wird enttäuscht und sollte lieber 1,5 Stunden weiter fahren, zum nächst größeren Freizeitpark. Wer aber einen entspannten Tag mit glücklichen Kinderaugen erleben will, der hole sich ein Tagesticket, welches soviel kostet wie eine Kino-Karte. Absolut fair meiner Meinung.

Viele kleine Attraktionen warten darauf, erspielt zu werden. Darunter viele Fahrgeräte die selbst – vom Kind oder der Begleitperson – in Bewegung gesetzt werden müssen. Das Gelände ist gut überschaubar und rundherum eingezäunt. Kinder im Grundschulalter können sich auf den 26 h gut frei bewegen. Natürlich haben die Eltern eine Aufsichtspflicht und sollten ihre Kinder im Blick behalten. Wir haben das mit wechselnden Treffpunkten gelöst, an dem man sich alle 10 Minuten wieder trifft.

Seilbahn fahren über den See.
Mega Spaß – wenn Mama mal nicht achtsam ist… Bitte nicht nachmachen – dies ist ein Einzelsitz!!

Zielgruppe des Parks sind ganz klar Familien, egal ob mit Baby, Großeltern, Tante, Onkel oder Hund. Unsere Zweijährige hatte genauso viel Spaß wie unsere 8- bis 12jährigen. Das Gelände hat zwar etwas Gefälle, aber man kann sich mit Kinderwagen, Bollerwagen oder Rollator überall gut bewegen.

Quelle: Erlebnispark Ziegenhagen

Was uns besonders positiv aufgefallen ist

In dem ganzen Betrieb steckt unheimlich viel Herzblut. Ein Unternehmen in dritter Generation zu führen, ist ohnehin nicht mehr Selbstverständlich. Für Mike Stolzenberg stecken selbst viele Kindheitserinnerungen in dem Leben auf dem sogenannten Ziegenberg. In den letzten 2 Jahren hat er gemeinsam mit seiner Schwester, seit letzter Saison dann alleine, den Park weiter geführt und entwickelt.

Zurück in die Siebziger: Danke Bodo Redlin für dieses schöne Bildmaterial! http://www.bodo-redlin.de

Was Kindern vor 40 Jahren Spaß gemacht hat, macht Kindern von heute auch noch Spaß. Die Geräte sind zu Teilen alt und das ganz bewusst. Geht etwas kaputt, wird es schnellstmöglich repariert. Nach Möglichkeit sogar direkt, während der Betrieb weiter läuft.

Um die Ausgaben im wirtschaftlichen Rahmen zu halten, hat der Park nicht mehr jeden Tag geöffnet, sondern lediglich in den Schulferien täglich, sowie an den Wochenenden. Ist Dauerregen angesagt, bleibt der Tag ebenfalls geschlossen. Für angemeldete Gruppen öffnet der Park sogar extra auch an Werktagen. Den Park als Klassenausflug komplett für uns zu haben, war schon ein ganz besonderes Highlight!!

Besucher haben vier Möglichkeiten, sich den Tag über zu versorgen:

  1. Man bringt sich Picknick mit und macht es sich auf einer der vielen Bänke oder den Pallettenmöbel gemütlich.
  2. Mitgebrachtes Grillgut kann in einer der beiden Hütten auf den Grill gelegt werden. Die Hütten sind mit Kühlschrank und Sitzbänken ausgestattet und können bei Gruppenanmeldungen gemietet werden.
  3. Das Restaurant mit Außenterrasse bietet Klassiker wie Currywurst/Pommes oder frisch gebackene Waffeln, sowie ein wechselndes Tagesmenü auch für Vegetarier. Den Kaffee gibt es im Prozellanbecher oder im eigenen Cafe-to-go-Becher. Wer keinen dabei hat, kann sich außerdem einen kaufen. 3 Euro für einen Kaffee mit aufgeschäumter Milch finde ich durchaus fair.
  4. Am Eingang und beim Kinderkarusell gibt es ein kleines Kiosk mit Eiskarte und allerlei Süßigkeiten (Schnucke, wie man hier in Nordhessen sagt) – hier lieber einen Bogen rummachen oder die Kinder mit Ablenkungsmanöver dran vorbei lotzen 😉 Klebe-Alarm!!

Was uns gar nicht gefällt…

… sind Kritiker, denen die Kartoffel zu eckig geschält sind. Im Netz stoße ich immer wieder über kritische Stimmen, die Spielgeräte seien veraltet, der Eintritt zu hoch oder es wachse Unkraut.

Da möchte ich ganz bewusst gegen halten und stelle mir umgekehrt die Frage, welcher Privatmann hat denn etwas zu verschenken? Die Karte kostet weniger als eine Kinokarte und man kann weit aus länger bleiben. Die Geräte sind alt (und das ist gerade der Charme!!). Sie werden jährlich vom TÜV überprüft, wie es in allen Parks Vorschrift ist. Ja, es gibt Unkraut hier und da zwischen den Pflastersteinen. Aber ich habe noch nie ein Kind gehört mit Worten wie „Ihhhhh, ein Löwenzahn.“

Würde man also die Kinder zu Wort kommen lassen oder würden mehr Eltern aus Sicht der Kinder abstimmen, wäre das Ergebnis deutlich anders. Wir haben den Erlebnispark diesen Sommer als Familie sowie mit zwei Schulklassen unterschiedlichen Alters besucht. Der Gruppenpreis war absolut fair, am Service gab es überhaupt nichts zu meckern und ALLE, wirklich ALLE Kinder sind mit einem Glücksgefühl nach Hause gefahren.

Fazit

Wir hoffen sehr, dass es für Mike und sein Team mit dem Erlebnispark in Ziegenhagen auch in der nächsten Saison weitergehen wird. Das Tagesgeschäft ist nicht leicht, schon gar nicht, wenn es nur von März bis Oktober Geld einbringt und es keine staatlichen Fördermittel gibt. Toi, Toi, Toi, dass der Familienrat alle notwendigen Entscheidungen richtig treffen wird.

Warum wir den Zoo-Besuch mit Kindern unbedingt empfehlen

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Unterstützt ihr den Zoo mit einem Familienbesuch oder boykottiert ihr diese Arbeit mit Tieren eher und macht einen großen Bogen um das Gelände? Von mir ein klares „Ja zum Zoo“, wir beobachten auch Tiere, die hinter Gittern gehalten werden.

Elefant im Zoo
Ajan: „So groß hatte ich mir die gar nicht vorgestellt.“
Einen Elefanten live an einem vorbei schlurfen zu sehen, ist schon toll.

Wir halten zu Hause Kaninchen hinter Gitter

Kehre ich vor unserer eigenen Haustür, muss ich euch erzählen, dass wir vier wirklich sehr putzige Langohren in unserem Garten halten. Sie leben in einem großzügigen Freigehege. Neben viel Platz spendet ihnen eine Kiwi-Ranke bei diesen Temperaturen ausreichend Schatten. Die vier bauen immer wieder neue Gruben, machen einen überaus gechillten Eindruck, aber: sie leben hinter Gittern (oder auf den Schössen der Kinder).

Mutter Natur ist aber nicht weniger grausam. Denkt man mal darüber nach, wie oft Kaninchen im Jahr Junge bekommen (6-10 / eine Schwangerschaft dauert 28 Tage) und führt sich dann noch die gleiche Anzahl an Jungen pro Wurf vor Augen, weiß man: das sind eine Menge Kaninchen, die von Fuchs, Greifvögeln und Marder über das Feld gejagt und am Ende gefressen werden.

Gepardennachwuchs im Opel-Zoo

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wir haben in den Sommerferien den Opel-Zoo in Kronberg (Taunus) bei Frankfurt besucht. Der Besuch war lange im voraus geplant. Riesen Luftsprünge haben wir gemacht, als wir genaue einen Tag vor Anreise über die Medien erfahren haben, dass die Geparden-Babys für die Besucher zugänglich sind. Mit einem großen „Presse-Tam-Tam“ ist die vierjährige Geparden-Mama „Jamira“ mit ihren sechs Welpen (1 weiblich, 5 männlich) zurück in ihr Freigehege gezogen und wir konnten auf Sichtkontakt gehen.

Geparden Nachwuchs
Geparden-Dame Jamira hat Ende Juni 2019 sensationelle 6 Welpen zur Welt gebracht.

Die Kleinen sind gerade mal vier Wochen alt und waren für die Besucher bis dahin nur über Monitor zu beobachten. Der Blick in die Wurfkiste wechselte also zwischen schlafen und säugen. Jetzt sind die Kleinen etwas agiler, vorsichtig gesagt, aber wenn man in den nächsten Wochen im Opel-Zoo vorbei schaut, findet man sicher eine quirlige Raubkatzen-Bande vor.

Absoluter Empfehlungs-Tipp von uns: der Blick in die Geparden-Kinderstube in Kronberg. Vergleicht man die deutschen Tierparks stellt man schnell fest, diese edlen Raubkatzen werden nicht überall gehalten. Noch seltener ist eine eigene, gelungene Zucht. Der Kronberger Tierpark hält seit April 2010 Geparden, aber noch nie ist eine Nachzucht geglückt.

Unser achtjähriger Geparden-Experte Ajan war schwer begeistert von dem Anblick der Geparden. Und auch wenn Jamari sicher ihre Höchstleistung in ihrem Gehege nicht zeigen kann (8-Meter-Sprünge von Null auf 100) auf uns wirkte sie zufrieden und glücklich in ihrer neuen Mama-Rolle…

Große Gehege für große Tiere

Was mir im Opel-Zoo auf den ersten Blick eher negativ aufgefallen ist, sind die Affen-Gehege. Vier meine ich, waren es an der Zahl, die mir einen eher kleinen und trostlosen Eindruck gemacht haben. Da hatten die Elefanten und Giraffen deutlich mehr Auslauf.

Tiere im Zoo
Suchbild

Mir ist klar, dass ein Tierpark-Gelände nicht unbegrenzt Platz hat und das ein Geldbeutel nur begrenzt Gelder beinhaltet. Mehrere hunderttausend Euro haben allein diese beiden Gehege gekostet. Gut finde ich daher, dass nicht alle Tierarten im Opel-Zoo beheimatet sind. Getreu dem Motto, weniger ist mehr. Möchte man sich Eisbären oder Flußpferde anschauen, hat man hier in Kronberg kein Glück. Über die (Wieder-)Ansiedlung letzter Tierart denkt man aber schon lange nach. Viele Jahre lebten Flußpferde auch in Kronberg, allerdings mit vielen Schattenseiten. Flußpferd Maikel starb 2014 im Alter von 39 Jahren an einem verschluckten Tennisball. In der Kronberg-Geschichte ist sogar ein Flußpferd an einem verschluckten Regenschirm verendet.

Die Frankfurter Rundschau scheibt „Wut über Maikels Tod“ © Zoo Frankfurt

20 Millionen Euro sind für eine neue Flusspferdanlage mit aufwendiger Schwimmbadtechnik erforderlich. Die jährlichen Folgekosten würden laut Zoobericht bei 150 000 bis 200 000 Euro liegen. Mit Flußpferd Max verschwanden die grauen Riesen 2015 aus dem Opel-Zoo.

Frankfurter Neue Presse: Abschied von Flußpferd Max – er wohnt jetzt in Hannover. © Boris Schoeppner

Nachzucht und Auswilderprojekte pro Tierschutz

Das die Besucher einen Blick auf die Tiere bekommen, ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite zeigt aber auch die Teilnahme an Schutzprojekten (EEP – European Ex-Situ Programme), die Nachzucht und Auswilderprojekte umfassen. In Deutschland können wir aber meiner Meinung nach auf intensive Beobachtung diverser Tierschutzorganisationen darauf vertrauen, dass Haltung und Umgang der Tiere artgerecht erfolgen.

Jetzt ihr: Seid ihr mehr Flamingo oder mehr Lama?

Einhörner sind uns nicht begegnet, aber sagt mal ehrlich… seid ihr eher Kategorie Flamingo oder spuckendes Lama???

Flamingos

Wer es wissen möchte, kann sich im Opel-Zoo nochmal umschauen. Erwachsene zahlen 15.50 Euro, Kinder ab 3 Jahre 8.50 Euro. Eine Familienkarte gibt es nicht zu kaufen. Ab 20 Personen reduziert sich der Eintritt jeweils um 1 Euro. Hunde dürfen an der Leine geführt mit in den Zoo, allerdings nur mit gültiger Eintrittskarte für 2 Euro. Weitere Vergünstigungen sind über die offizielle Homepage ersichtlich.

Regenschauer nicht einkalkuliert?

Nicht schlimm, wenn ihr den Regenschirm zu Hause liegen lassen habt. Der Opel-Zoo leiht euch kostenlos gegen 10 Euro Pfand große Schirme aus. Oder ihr kauft kleine Kinder-Schirme, als Andenken an einen verregneten Besuchs-Tag im Zoo, so wie wir es gemacht haben – für humane 9 Euro.

Drei Zoobesucher im Regen
Regen? Macht nichts. Der Opel-Zoo hält Regenschirme für euch bereit.

Wir wünschen euch viel Spaß bei eurem nächsten Besuch im Opel-Zoo. Schreibt mir doch mal, wie ihr den Tag dort so verlebt habt oder welche Tiere euch besonders faszinieren…. Euer Zeilenkauz.

Wichteliges Winterwochenende auf der Ostseeinsel Fehmarn

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So ein Fehmarn-Urlaub beginnt für uns ganz klar mit der Überfahrt über die Fehmarnsundbrücke. Sobald wir die Brücke befahren, schalten zack – alle Familienmitglieder auf Urlaubsmodus.

Baustellen-Staus sind vergessen, die To-Do-Listen von zu hause abgehakt oder „on hold“ gelegt, denn ab dann heißt es: ENTSPANNEN, SEELE BAUMELN LASSEN, SPASS HABEN. Und das haben wir das erste Mal als Familie im Winter ausprobiert.

 


Unsere Reise ging in den Norden der Insel, in die Nähe von dem Naturschutzgebiet „Grüner Brink“. Genauer gesagt waren wir in Gammendorf. Wikipedia sagt, ein Dorf mit knapp 40 Häusern und noch mal halb so vielen Scheunen. Wir haben die Gebäude nicht gezählt, aber die Zahl könnte wohl hinkommen.

Einen Hof, haben wir uns sehr genau angeschaut, und zwar den Ferienhof Wichtelweide, ein kleines Idyll mit sehr viel Platz und rund um Natur. Der Bio-Hof wird schon seit mehreren Generationen von der Familie Weiland geführt. Davon gibt es auf der Insel übrigens so viele Namens gleiche Vermieter, wie anderorts Müller, Meier, Schulze. Wir waren bei Hilke und Patrick zu Gast, die mit ihren beiden Kindern und Eltern selbst auf dem Bauernhof wohnen.

Schon direkt bei Ankunft fällt der großzügig angelegte Garten ins Auge: Platz zum Spielen und toben soweit das Auge reicht. Ein Paradies mit vielen Versteckmöglichkeiten für kleine Entdecker. In einem Zauberwald galt es Wichtel zu entdecken, die sich auch vor, hinter, neben oder zwischen den Gebäuden befanden – man musste schon genau hinschauen oder sich auf die Lauer legen…

 

Aber es gab nicht nur kleine und große Wichtel. Auf dem Ferienhof leben auch vielen Fellnasen die von den Gästen mit versorgt werden. In der Scheune hieß es, „hereinspaziert, unsere Tiere vertragen zu jeder Tageszeit eine Streicheleinheit“. Wer bei der Stallarbeit helfen wollte, traf sich am Morgen um 9:30 Uhr zur gemeinsamen Fütterung von Ponys, Ziegen & Co. Alle Abläufe waren so strukturiert, das vom Kleinkind bis zum Schulkind jeder seine eigenen Aufgaben übernehmen konnte.

 


Nach dem täglichen Füttern, wechselte sich das Programm nach einem Wochenplan ab. Mal wurden die Ponys für geführte Ausritte gesattelt oder der Trecker aus dem Schuppen geholt um ein paar Runden zu drehen. Dino-Cettcars zum selber fahren gibt es auf dem Hof in reichlichen Ausführungen. Wer sportlich genug war, konnte damit auch zum nächsten Strand fahren, der 3 km entfernt lag.

 


Es war also immer was los. Langeweile war ein Fremdwort, Bücher lesen leider auch. Die gemeinsamen Aktivitäten in der Wohnung hatten sich beschränkt auf gemeinsames Kochen und Karten-Spielen am Abend. Dabei war die Wohnung zauberhaft eingerichtet, eben nicht nur zum Schlafen und schnell verlassen, sondern mit Liebe zum Detail, so wie wir es mögen.

Im Sommer können sich Kinder sogar einen Schlafsack bei Hilke holen und im Stroh schlafen. Das fanden wir auch eine wirklich witzige Idee.

 


Oft haben wir als sechsköpfige Familie das Problem, bei der Freizeitgestaltung jedem Einzelnen gerecht zu werden. Nicht so an unserem Familien-Wochenende auf dem Wichtelhof. Jeder konnte auf dem Hof das Tun was er wollte. Und am Nachmittag ging es mit teegefüllter Thermoskanne zum Strand. Da waren sich auch alle einig.

Unterwegs auf der Insel standen wir hier und da vor verschlossener Tür, weil die Saison erst im März wieder richtig beginnt. Das hat uns aber wenig gestört. Es gab genügend Möglichkeiten einzukehren oder bummeln zu gehen. Und Fehmarn war sogar so entgegenkommend, und hat im Februar keine Parkgebühren erhoben – das fanden wir sehr sympatisch.

Fehmarn im Winter – sehr empfehlenswert. Und der Ferienhof Wichtelweide bekommt ebenfalls alle Sympathiepunkte von uns.

Paul Maar und sein Snuffi

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Vorweg… ich fahre seit drei Jahren auf beide große Buchmessen, im Frühjahr nach Leipzig und im Herbst nach Frankfurt/M. Vorab lege ich jedesmal einige Schwerpunkte fest und definiere diese auch mit jedem Besuch neu. Bisher war mein Ansatz, möglichst viele Lesungen zu hören. Dieses Mal in Frankfurt habe ich mir bewusst Zeit genommen, von nur einem Buchautor zu hören, was er zu sagen hat. Dafür aus verschiedenen Blickwinkeln.

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Paul Maar. Jeder der mit Kinderbüchern zu tun hat, kennt das SAMS von Paul Maar. Dabei ging es auf dieser Messe in erster Linie nicht um den kleinen rothaarigen Kobold mit den Wunschpunkten im Gesicht. Vielmehr um seinen neuen Kinderbuch-Held „Snuffi Hartenstein“. Zum Einstieg verfolgte ich also Paul Maars Lesung im Lesezelt. Das Paul Maar schon 80 Jahre alt ist, sieht und hört man ihm nicht an. Im Gegenteil macht es Freude dem Kinderbuchautor zuzuhören.

Seine neue Geschichte handelt von dem Hund Snuffi, den es nur als Freund in der Phantasie eines Jungen gibt und der auf dem Abstellgleis gelandet war. Die Geschichte beleuchtet also nicht – wie man zunächst vermuten mag – die Beziehung Kind plus Hund, sondern beginnt bei Schnuffies Frage „Ich bin doch ein Phantasiehund – wo soll ich hin, wenn ich nicht mehr gebraucht werde?“ Eine warmherzige Geschichte, über einen mittelgroßen, gefleckten Hund und einen Mops, die beide auf der Suche nach neuen Aufgabe in der Phantasie der Kinder sind.

Vielleicht hätte die Fragerunde im Anschluss der Lesung im Lesezelt schon gereicht für eine Blick hinter die Kulissen, doch hätte ich etwas verpasst, wenn ich mir das Interview von Roswitha Budeus-Budde am Stand der SÜDDEUTSCHE ZEITUNG nicht angehört hätte. Ein lebendiger Wortwechsel mit interessanten Fragen nicht nur zur Person Paul Maar und seinen Kinderbuchfiguren sondern auch zum Schreibstil und möglichen, politischen Botschaften in seinen Kinderbüchern. Nicht immer hat Paul Maar gezielt auf die Frage geantwortet. Manchmal genügte auch ein Lächeln um zwischen den Zeilen zu lesen…

Für den Fall das ihr einmal in die Gelegenheit kommt, Paul Maar zu treffen… Kann ich Euch den Tipp geben, stellt ihm nicht die „Out-Frage“, die er wohl schon an die 1000 mal beantworten musste: „Welchen Wunsch würden Sie für einen Wunschpunkt einlösen, wenn Sie die Wahl hätten?“ Paul Maar wird diese Frage mit hoher Wahrscheinlichkeit  charmant umgehen wie in Frankfurt. „Das kommt ganz auf meine Lebenssituation an, ob ich mir den Weltfrieden wünschen soll, oder das Taschentuch um meine triefende Nase zu stoppen.“