Auf geht’s nach Leipzig #lbm17

Verrückt – vor einem Jahr war ich mega gespannt, was mich auf meiner ersten Buchmesse in Leipzig erwartet. Mein bisheriges Messeleben hat sich – zugegeben, das ist schon eine ganze Weile her – viele Jahre in Hannover abgespielt. Vor und hinter den Kulissen der CeBIT war ich monatelang mit den Vorbereitungen beschäftigt. Dann, zur Messezeit, habe ich meist nicht viel mehr gesehen als die Halle 4.

Auf der Buchmesse in Leipzig bin ich als Fachbesucher unterwegs. Auch hier wird sich mein Weg wieder konzentrieren. Einen kleinen Vorteil habe ich diesmal: ich konnte mir auf meinen Messebesuchen im Frühjahr und Herbst schon sehr viel anschauen. Von daher habe ich mir meinen Schwerpunkt neben (man kann schon sagen „traditionellen“) Terminen, jetzt etwas anders gelegt.

Den Vormittag werde ich mich mit der spannenden Literaturszene Phantastik-Genre beschäftigen. Ich bin sehr gespannt, was uns die Verlage Neues aus der Zauberer- und Muggelwelt erzählen werden. Das ganze Thema ist nämlich Teil der Tour der BücherFrauen und Verlage der Zukunft. Einer der Termine, auf die ich mich schon sehr freue!!

Zum Tagesprogramm habe ich mir weiter noch einige Workshops notiert. Ein großer Pluspunkt für Leipzig: das Programm im Kongresszentrum gefällt mir um Längen besser als in Frankfurt. Den Rest der Zeit werde ich mir Vorträge und Lesungen anhören. Soweit erstmal mein Plan. Schauen wir mal später im Rückblick, ob der aufgegangen ist 😉

 

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Keine Zeit zu Lesen?

„Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann.“ ― Antoine de Saint-Exupery

Meine tägliche Arbeit besteht darin, viel Inhalt in wenig Text zu packen. In diesem Punkt gleichen sich die meisten Online- und Zeitung-Leser: bei unserer täglichen Informationsflut die wir zu bewältigen haben, bleibt meist nur die Zeit für ein flüchtiges Scannen von Texten, manchmal allenfalls der Überschriften. Mir selbst geht es jedenfalls so.

Schreibe ich an einer Geschichte, habe ich zwar meinen roten Faden vor meinem geistigen Auge, meinen Plot, doch bin ich erst mal im Flow, glühen die Tasten… Gerade habe ich eine Geschichte fertiggestellt, mit „ach du je“, ganzen 2.500 Zeichen zufiel. Erlaubt waren 10.000 Zeichen für eine Kurzgeschichte. In so einem Fall hilft nur eine Auszeit. Oft reichen mir ein paar Stunden, um den nötigen Abstand zu bekommen und um dann gnadenlos mit der Löschtaste zu spielen.

Und siehe da, die neue, abgespeckte Fassung meiner Kurzgeschichte (die durch die Kürzung unweigerlich entstanden ist) gefällt mir um Längen besser! Manchmal ist weniger eben doch mehr!

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Es ist Winter!

Firas Alshater – wie ein syrischer Journalist die Deutschen sieht

Firas Alshater kommt aus Syrien und lebt seit drei Jahren in Berlin. Ich durfte ihn Ende des Jahres auf einer Lesung erleben und habe ein paar Worte mit ihm gewechselt. Mit seinem ersten Buch „Ich komm auf Deutschland zu“ tourt er gerade erfolgreich durch Deutschland. Mit seiner herrlichen Hingabe zeigt er, dass Humor viel heilsamer ist als Hass. Eine Lebenseinstellung die tief aus dem Herzen spricht und mich sehr berührt hat.

Ich könnte hier jetzt alle seine ZUKAR-Clips teilen, weil ich sie alle großartig finde. Mit seinem ersten Clip ist er quasi über nacht durch die Decke geschossen. Diese 3 Minuten solltet ihr Euch nehmen um diesen wunderbaren Autor, Schauspieler und TV-Journalist (der aus Aleppo geflohen ist) kennen zu lernen:

Wie schafft man es vom Bücherschreiben zu leben? Welches Zeug braucht man, um eine gute Story zu schreiben? Sein neues Video hat er quasi für mich gedreht 🙂

Firas war auch auf der Buchmesse in Frankfurt und hat mit Krimi-Queen Nele Neuhaus gesprochen. Und auch hier ist das Fazit wieder ganz wunderbar einfach: Schreiben macht nicht reich auf dem Konto – aber es macht reich im Herzen ❤

Als Hobbyschreiber auf der Buchmesse

Muss man als Hobbyschreiber und Lokaljournalist einer gemütlichen Fachwerkstatt auf der Frankfurter Buchmesse mitmischen? Unbedingt! Reicht dafür 1 Tag Messeluft schnuppern? Keinesfalls! Aber egal, ich habe diesen einen Tag bestens mit Programm gefüllt. Vorab zu entscheiden, welche Termine ich schon vor Messebeginn streiche, viel mir tatsächlich nicht leicht:

„Tausche ich mich mit anderen Bloggern beim Blogger-Frühstück aus, lausche ich dem Tatort-Darsteller Miroslav Nemec bei seiner Krimi-Lesung oder diskutiere ich den Verlags-Alltag mit den BücherFrauen und interessanten Verlagsmenschen?“

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Wenn Mama und Tochter gemeinsam unterwegs sind, werden sie zu Buchentdeckern!

Einen Großteil meiner Zeit war ich mit den BücherFrauen unterwegs – dieses mal mit Barbara Neeb und wie schon in Leipzig, mit Jana Stahl. Das war die beste Entscheidung. Ich konnte gleich bei zwei Messeführungen einen umfangreichen Blick hinter die Kulissen werfen. Wo sonst kommt man so nah mit Lektoren und anderen Buchmenschen ins Gespräch, die sich dann auch noch Zeit nehmen für ein Plauderstündchen bei Kaffee und Keksen? Herrlich! Es kamen tolle Gespräche zu Stande. Barbara Neeb hatte außerdem die besten Tipps für unsere Nele, an welchen Messeständen die besten Giveaways verteilt wurden 🙂

Die Tatsache, dass Kontakte einer der wichtigsten Bausteine in der Verlagsbranche sind um vorwärts zu gehen, hat sich noch einmal mehr für mich bestätigt. Um so mehr hat es mich gefreut in Frankfurt nette Menschen wieder getroffen zu haben, die ich im Frühjahr zuvor auf der Leipziger Buchmesse kennengelernt hatte. Und auch von meinen neuen Visitenkarten bin ich einige im Austausch losgeworden.

Aber es sind nicht nur die Gespräche, die einen Messebesuch so interessant machen. Es ist auch das bunte Treiben, das man einfach auf sich wirken lässt: umsehen, mitmachen, zuhören, Spaß haben – alleine dafür wäre ich gerne einen weiteren Tag geblieben. Dennoch konnte ich mir ganz viele Inspiration mitnehmen. Und ich weiß, wo meine Reise mich hinführen soll: die kommende Buchmesse in Leipzig steht bereits in meinem Terminkalender 🙂

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Beim Stand von Thiedemann-Esslinger haben wir natürlich auch wieder vorbei geschaut…

Stunden zählen bis zur #fbm16

Genau das richtige Wetter   um meinen Messetag in Frankfurt vorzubereiten… Wir werden uns am Freitag zu dritt auf den Weg machen. Unsere kleine Große ist auch dabei und darüber freue ich mich total. Der Vormittag auf der Buchmesse ist pickepacke vollgepackt mit interessanten Terminen. Aber so muss das sein.

Für den Nachmittag habe ich mein Programm noch nicht festgelegt. Ich hoffe, ich bekomme überhaupt mehr zu sehen, als nur die Halle 3 wo sich die Kinderbuchverlage tummeln. Klar werden wir auch bei den Mangas vorbeischauen und wenn wir schon mal da sind, werden wir sicher auch mal einen Blick in die Kochtöpfe der Food-Blogger werfen.

Ein vielversprechender Tag wird das… Ach ja, wie findet ihr meine neuen Visitenkarten? Ich finde, sie können sich sehen lassen 🙂 ❤

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Visitenkarten, Eintrittskarten, Zugfahrkarte – alles da…

 

Noch 38 Tage bis zur Buchmesse

Die Zeit galoppiert dem Jahresende entgegen. Gefühlt Gestern habe ich noch an der Zuckertüte für unseren jüngsten Spross gebastelt. Die Blätter fallen unaufhaltsam von den Bäumen. In 38 Tagen öffnet die Frankfurter Messe ihre Pforten für alle Bücherfreunde. Es ist an der Zeit meinen Messetag zu takten, originelle Visitenkarten zu kreieren und meine kauzigen Ideen in die Tat umzusetzen. Vorher muss ich mir allerdings noch die Frage eingestehen: Möchte ich mich wirklich unter die Menschenmassen mischen und mir einen GANZEN Tag die Füße in stickigen Messehallen platt laufen? Ich glaube schon  😉

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Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen – lass Dich von der Welle tragen.

Kritische Leseratte im Ferienmodus

Ich bin immer noch im Ferienmodus und gönne mir eine Schreibpause. Was nicht heißen soll, dass ich mich derzeit nicht mit Büchern beschäftige. Im Gegenteil habe ich mir die letzten Tage sehr viel Zeit zum Lesen genommen. Die Auswahl meiner Ferienlektüre war allerdings ein Fehlgriff.

Die positiven Bewertungen, der vielversprechende Klappentext und das entzückende Cover von dem Kinderbuch „Das Kapitänshaus“ hatten mein Interesse sofort geweckt. Es wanderte also umgehend zu weiteren Büchern in mein Handgepäck.

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Das Kapitänshaus – meine (Vor)Leselektüre am ‚Playa de Canyamel‘.

Nach den ersten 10 Seiten sank meine Leselaune kontinuierlich. Eigentlich sollte die Fledermaus Lene ein altes Kapitänshaus entdecken und überglücklich als Bleibe beziehen – so zumindest die Ankündigung. Von einem spannenden Einzug in ein verlassenes Haus war allerdings keine Spur zu lesen. Die Fledermaus bewohnte das Haus bereits, welches zunächst nicht einmal weiter beschrieben wurde. Auch die Worte Meer, Wellen oder Gischt fehlten mir zum Malen der vielversprechenden Bilder in meinem Kopf.

Stattdessen blieb ich hängen an dem Satz „Lene war verdutzt über das formvollendete Verhalten des Katers“. Da frage ich mich doch, wie sich ein 5jähriger Zuhörer einen solchen Kater vorstellen soll… Ich habe mich schlecht gelaunt durch das Buch gequält, konnte glücklicherweise dann doch noch an der einen und anderen Stelle lachen, aber mitgenommen hat mich das Buch leider nicht. 2 Sterne würde ich allerdings vergeben für die schöne Idee, die hinter dieser Geschichte steckt.

Endlich Ferien und trotzdem Stress

img_6945Gegenwärtig könnte ich alleine mit meiner Juli-To-Do-Liste unsere Küchenwand tapezieren. Die hätte es ohnehin dringend nötig. Das Tapezieren ignoriere ich erst einmal.

Jawohl, ich nehme an meinem ersten Schreib-Wettbewerb teil. Ich habe keine Ahnung wohin mich diese Reise führen wird. Auch das Ende meiner Geschichte ist noch völlig unklar. Aber ich habe selber großen Spaß, meine Gedanken zu dem vorgegebenen Thema zu Papier zu bringen. Ich bin gespannt, wie die Jury zu meinem Abenteuer stehen wird. Doch widme ich mich jetzt lieber selbst noch einmal meiner neuen Figur. Viel Zeit bleibt nicht mehr… In 8 Tagen ist Abgabetermin für meine erste Kurzgeschichte!

Mallorca ist mehr als Plastikeimer mit Strohhalmen

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The same procedure as every year: „Seid ihr die Ferien weg?“ „Nein, diesen Sommer bleiben wir zu Hause.“ Diese Aussage stimmte bei uns auch in diesem Jahr bis Ende Mai. Jetzt, Anfang Juni, kommen wir ins Grübeln. Wir blicken auf einen Kilometer hohen Berg Bügelwäsche. Das Unkraut findet den Weg in die grüne Tonne nicht alleine. Die Garage würde sich über einen neuen Anstrich freuen.

Genau der richtige Zeitpunkt über eine Auszeit nachzudenken. Wir vertagen die unliebsamen Aufgaben lieber und buchen unseren Sommerurlaub.

In den letzten Tagen habe ich also das WorldWideWeb durchsucht. Wären wir am Wasser nicht auch mit Schaufel und Eimer unterwegs, hätten wir uns vielleicht für die Ideen-Burg entschieden. Trotz gigantischem Ausblick passte die Beschreibung „Direkter Meerzugang nur für geübte Schwimmer…“ leider nicht wirklich in unser Beuteschema. Dennoch bin ich sehr gespannt auf dieses Bauwerk. Ein Besuch des Museo Liedtke in Andratx ist bereits fest eingeplant. Ich freue mich auf diesen Ausblick, fernab vom All-inclusive-Tourismus und den vielen Hochhausburgen. Meinen Notizblock werde ich dabei haben 😉 . Ich bin gespannt, was unsere Kids hier entdecken werden…

Andratx: Außergewöhnliche Appartments zu erschwinglichen Preisen

Das lauteste Insekt der Welt

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Wochenmarkt in S’Arraco.

Fernab von Mallorcas Tourismus liegt, oberhalb von Andratx, der idyllische Ort S’Arraco. Etwa 600 Einwohner leben in diesem bezaubernden Bergdorf. Auf dem Wochenmarkt trifft man fast nur Einheimische, sowohl vor als auch hinter den Verkaufsständen. Die geernteten Apfelsinen leuchten nicht makellos orange – im Gegenteil, die Schale weist braune Punkte auf und grünes Gestrüpp ist auch noch dran. Herrlich anders und herrlich lecker!

Was unsere Familie seit 2013 aber noch viel mehr mit diesem spanischen Ort verbindet, sind die Mitchell’s. Seit fast 30 Jahren sind die beiden Papas befreundet. Mittlerweile ist für uns alle ein Mallorcaurlaub ohne zwei oder drei Tage Mitchell-Zeit gar nicht denkbar.

Bei unserem 1. Besuch vor drei Jahren in S’Arraco waren wir erstaunt darüber, mit welchen Lärmquellen es Mallorquiner zu tun haben können. Die Finca steht einsam in den Bergen, weit und breit kein Nachbar. Es ist kein Autobahnlärm und kein Flugzeug zu hören.

Dafür aber tausende singende Zikaden, die uns Stellenweise unser eigenes Wort nicht mehr verstehen lassen haben. Sie bleiben den ganzen Sommer. Die Männchen sind mit ihrem Gesang auf der Suche nach einem Weibchen. Ein gigantisches Spektakel!

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Herrenlose Ziegen und singende Zikaden teilen sich die Natur in den Bergen von Andratx.

Noch lassen die Zikaden auf sich warten, aber lange dürfte es nicht mehr dauern bis der Boden auch auf Mallorca warm genug ist um die Zikaden raus in die Sonne zu locken. In Amerika gibt es eine Zikadenart, die sogar 17 Jahre unter der Erde lebt, bevor sie raus ans Tageslicht krabbelt.

Hier eine beeindruckende Dokumentation über den Aufbruch, die Häutung und die Fortpflanzung der Zikaden. Sehr sehenswerte Aufnahmen im Zeitraffer: