Wichteliges Winterwochenende auf der Ostseeinsel Fehmarn

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So ein Fehmarn-Urlaub beginnt für uns ganz klar mit der Überfahrt über die Fehmarnsundbrücke. Sobald wir die Brücke befahren, schalten zack – alle Familienmitglieder auf Urlaubsmodus.

Baustellen-Staus sind vergessen, die To-Do-Listen von zu hause abgehakt oder „on hold“ gelegt, denn ab dann heißt es: ENTSPANNEN, SEELE BAUMELN LASSEN, SPASS HABEN. Und das haben wir das erste Mal als Familie im Winter ausprobiert.

 


Unsere Reise ging in den Norden der Insel, in die Nähe von dem Naturschutzgebiet „Grüner Brink“. Genauer gesagt waren wir in Gammendorf. Wikipedia sagt, ein Dorf mit knapp 40 Häusern und noch mal halb so vielen Scheunen. Wir haben die Gebäude nicht gezählt, aber die Zahl könnte wohl hinkommen.

Einen Hof, haben wir uns sehr genau angeschaut, und zwar den Ferienhof Wichtelweide, ein kleines Idyll mit sehr viel Platz und rund um Natur. Der Bio-Hof wird schon seit mehreren Generationen von der Familie Weiland geführt. Davon gibt es auf der Insel übrigens so viele Namens gleiche Vermieter, wie anderorts Müller, Meier, Schulze. Wir waren bei Hilke und Patrick zu Gast, die mit ihren beiden Kindern und Eltern selbst auf dem Bauernhof wohnen.

Schon direkt bei Ankunft fällt der großzügig angelegte Garten ins Auge: Platz zum Spielen und toben soweit das Auge reicht. Ein Paradies mit vielen Versteckmöglichkeiten für kleine Entdecker. In einem Zauberwald galt es Wichtel zu entdecken, die sich auch vor, hinter, neben oder zwischen den Gebäuden befanden – man musste schon genau hinschauen oder sich auf die Lauer legen…

 

Aber es gab nicht nur kleine und große Wichtel. Auf dem Ferienhof leben auch vielen Fellnasen die von den Gästen mit versorgt werden. In der Scheune hieß es, „hereinspaziert, unsere Tiere vertragen zu jeder Tageszeit eine Streicheleinheit“. Wer bei der Stallarbeit helfen wollte, traf sich am Morgen um 9:30 Uhr zur gemeinsamen Fütterung von Ponys, Ziegen & Co. Alle Abläufe waren so strukturiert, das vom Kleinkind bis zum Schulkind jeder seine eigenen Aufgaben übernehmen konnte.

 


Nach dem täglichen Füttern, wechselte sich das Programm nach einem Wochenplan ab. Mal wurden die Ponys für geführte Ausritte gesattelt oder der Trecker aus dem Schuppen geholt um ein paar Runden zu drehen. Dino-Cettcars zum selber fahren gibt es auf dem Hof in reichlichen Ausführungen. Wer sportlich genug war, konnte damit auch zum nächsten Strand fahren, der 3 km entfernt lag.

 


Es war also immer was los. Langeweile war ein Fremdwort, Bücher lesen leider auch. Die gemeinsamen Aktivitäten in der Wohnung hatten sich beschränkt auf gemeinsames Kochen und Karten-Spielen am Abend. Dabei war die Wohnung zauberhaft eingerichtet, eben nicht nur zum Schlafen und schnell verlassen, sondern mit Liebe zum Detail, so wie wir es mögen.

Im Sommer können sich Kinder sogar einen Schlafsack bei Hilke holen und im Stroh schlafen. Das fanden wir auch eine wirklich witzige Idee.

 


Oft haben wir als sechsköpfige Familie das Problem, bei der Freizeitgestaltung jedem Einzelnen gerecht zu werden. Nicht so an unserem Familien-Wochenende auf dem Wichtelhof. Jeder konnte auf dem Hof das Tun was er wollte. Und am Nachmittag ging es mit teegefüllter Thermoskanne zum Strand. Da waren sich auch alle einig.

Unterwegs auf der Insel standen wir hier und da vor verschlossener Tür, weil die Saison erst im März wieder richtig beginnt. Das hat uns aber wenig gestört. Es gab genügend Möglichkeiten einzukehren oder bummeln zu gehen. Und Fehmarn war sogar so entgegenkommend, und hat im Februar keine Parkgebühren erhoben – das fanden wir sehr sympatisch.

Fehmarn im Winter – sehr empfehlenswert. Und der Ferienhof Wichtelweide bekommt ebenfalls alle Sympathiepunkte von uns.