Warum wir den Zoo-Besuch mit Kindern unbedingt empfehlen

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Unterstützt ihr den Zoo mit einem Familienbesuch oder boykottiert ihr diese Arbeit mit Tieren eher und macht einen großen Bogen um das Gelände? Von mir ein klares „Ja zum Zoo“, wir beobachten auch Tiere, die hinter Gittern gehalten werden.

Elefant im Zoo
Ajan: „So groß hatte ich mir die gar nicht vorgestellt.“
Einen Elefanten live an einem vorbei schlurfen zu sehen, ist schon toll.

Wir halten zu Hause Kaninchen hinter Gitter

Kehre ich vor unserer eigenen Haustür, muss ich euch erzählen, dass wir vier wirklich sehr putzige Langohren in unserem Garten halten. Sie leben in einem großzügigen Freigehege. Neben viel Platz spendet ihnen eine Kiwi-Ranke bei diesen Temperaturen ausreichend Schatten. Die vier bauen immer wieder neue Gruben, machen einen überaus gechillten Eindruck, aber: sie leben hinter Gittern (oder auf den Schössen der Kinder).

Mutter Natur ist aber nicht weniger grausam. Denkt man mal darüber nach, wie oft Kaninchen im Jahr Junge bekommen (6-10 / eine Schwangerschaft dauert 28 Tage) und führt sich dann noch die gleiche Anzahl an Jungen pro Wurf vor Augen, weiß man: das sind eine Menge Kaninchen, die von Fuchs, Greifvögeln und Marder über das Feld gejagt und am Ende gefressen werden.

Gepardennachwuchs im Opel-Zoo

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wir haben in den Sommerferien den Opel-Zoo in Kronberg (Taunus) bei Frankfurt besucht. Der Besuch war lange im voraus geplant. Riesen Luftsprünge haben wir gemacht, als wir genaue einen Tag vor Anreise über die Medien erfahren haben, dass die Geparden-Babys für die Besucher zugänglich sind. Mit einem großen „Presse-Tam-Tam“ ist die vierjährige Geparden-Mama „Jamira“ mit ihren sechs Welpen (1 weiblich, 5 männlich) zurück in ihr Freigehege gezogen und wir konnten auf Sichtkontakt gehen.

Geparden Nachwuchs
Geparden-Dame Jamira hat Ende Juni 2019 sensationelle 6 Welpen zur Welt gebracht.

Die Kleinen sind gerade mal vier Wochen alt und waren für die Besucher bis dahin nur über Monitor zu beobachten. Der Blick in die Wurfkiste wechselte also zwischen schlafen und säugen. Jetzt sind die Kleinen etwas agiler, vorsichtig gesagt, aber wenn man in den nächsten Wochen im Opel-Zoo vorbei schaut, findet man sicher eine quirlige Raubkatzen-Bande vor.

Absoluter Empfehlungs-Tipp von uns: der Blick in die Geparden-Kinderstube in Kronberg. Vergleicht man die deutschen Tierparks stellt man schnell fest, diese edlen Raubkatzen werden nicht überall gehalten. Noch seltener ist eine eigene, gelungene Zucht. Der Kronberger Tierpark hält seit April 2010 Geparden, aber noch nie ist eine Nachzucht geglückt.

Unser achtjähriger Geparden-Experte Ajan war schwer begeistert von dem Anblick der Geparden. Und auch wenn Jamari sicher ihre Höchstleistung in ihrem Gehege nicht zeigen kann (8-Meter-Sprünge von Null auf 100) auf uns wirkte sie zufrieden und glücklich in ihrer neuen Mama-Rolle…

Große Gehege für große Tiere

Was mir im Opel-Zoo auf den ersten Blick eher negativ aufgefallen ist, sind die Affen-Gehege. Vier meine ich, waren es an der Zahl, die mir einen eher kleinen und trostlosen Eindruck gemacht haben. Da hatten die Elefanten und Giraffen deutlich mehr Auslauf.

Tiere im Zoo
Suchbild

Mir ist klar, dass ein Tierpark-Gelände nicht unbegrenzt Platz hat und das ein Geldbeutel nur begrenzt Gelder beinhaltet. Mehrere hunderttausend Euro haben allein diese beiden Gehege gekostet. Gut finde ich daher, dass nicht alle Tierarten im Opel-Zoo beheimatet sind. Getreu dem Motto, weniger ist mehr. Möchte man sich Eisbären oder Flußpferde anschauen, hat man hier in Kronberg kein Glück. Über die (Wieder-)Ansiedlung letzter Tierart denkt man aber schon lange nach. Viele Jahre lebten Flußpferde auch in Kronberg, allerdings mit vielen Schattenseiten. Flußpferd Maikel starb 2014 im Alter von 39 Jahren an einem verschluckten Tennisball. In der Kronberg-Geschichte ist sogar ein Flußpferd an einem verschluckten Regenschirm verendet.

Die Frankfurter Rundschau scheibt „Wut über Maikels Tod“ © Zoo Frankfurt

20 Millionen Euro sind für eine neue Flusspferdanlage mit aufwendiger Schwimmbadtechnik erforderlich. Die jährlichen Folgekosten würden laut Zoobericht bei 150 000 bis 200 000 Euro liegen. Mit Flußpferd Max verschwanden die grauen Riesen 2015 aus dem Opel-Zoo.

Frankfurter Neue Presse: Abschied von Flußpferd Max – er wohnt jetzt in Hannover. © Boris Schoeppner

Nachzucht und Auswilderprojekte pro Tierschutz

Das die Besucher einen Blick auf die Tiere bekommen, ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite zeigt aber auch die Teilnahme an Schutzprojekten (EEP – European Ex-Situ Programme), die Nachzucht und Auswilderprojekte umfassen. In Deutschland können wir aber meiner Meinung nach auf intensive Beobachtung diverser Tierschutzorganisationen darauf vertrauen, dass Haltung und Umgang der Tiere artgerecht erfolgen.

Jetzt ihr: Seid ihr mehr Flamingo oder mehr Lama?

Einhörner sind uns nicht begegnet, aber sagt mal ehrlich… seid ihr eher Kategorie Flamingo oder spuckendes Lama???

Flamingos

Wer es wissen möchte, kann sich im Opel-Zoo nochmal umschauen. Erwachsene zahlen 15.50 Euro, Kinder ab 3 Jahre 8.50 Euro. Eine Familienkarte gibt es nicht zu kaufen. Ab 20 Personen reduziert sich der Eintritt jeweils um 1 Euro. Hunde dürfen an der Leine geführt mit in den Zoo, allerdings nur mit gültiger Eintrittskarte für 2 Euro. Weitere Vergünstigungen sind über die offizielle Homepage ersichtlich.

Regenschauer nicht einkalkuliert?

Nicht schlimm, wenn ihr den Regenschirm zu Hause liegen lassen habt. Der Opel-Zoo leiht euch kostenlos gegen 10 Euro Pfand große Schirme aus. Oder ihr kauft kleine Kinder-Schirme, als Andenken an einen verregneten Besuchs-Tag im Zoo, so wie wir es gemacht haben – für humane 9 Euro.

Drei Zoobesucher im Regen
Regen? Macht nichts. Der Opel-Zoo hält Regenschirme für euch bereit.

Wir wünschen euch viel Spaß bei eurem nächsten Besuch im Opel-Zoo. Schreibt mir doch mal, wie ihr den Tag dort so verlebt habt oder welche Tiere euch besonders faszinieren…. Euer Zeilenkauz.

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