Paul Maar und sein Snuffi

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Vorweg… ich fahre seit drei Jahren auf beide große Buchmessen, im Frühjahr nach Leipzig und im Herbst nach Frankfurt/M. Vorab lege ich jedesmal einige Schwerpunkte fest und definiere diese auch mit jedem Besuch neu. Bisher war mein Ansatz, möglichst viele Lesungen zu hören. Dieses Mal in Frankfurt habe ich mir bewusst Zeit genommen, von nur einem Buchautor zu hören, was er zu sagen hat. Dafür aus verschiedenen Blickwinkeln.

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Paul Maar. Jeder der mit Kinderbüchern zu tun hat, kennt das SAMS von Paul Maar. Dabei ging es auf dieser Messe in erster Linie nicht um den kleinen rothaarigen Kobold mit den Wunschpunkten im Gesicht. Vielmehr um seinen neuen Kinderbuch-Held „Snuffi Hartenstein“. Zum Einstieg verfolgte ich also Paul Maars Lesung im Lesezelt. Das Paul Maar schon 80 Jahre alt ist, sieht und hört man ihm nicht an. Im Gegenteil macht es Freude dem Kinderbuchautor zuzuhören.

Seine neue Geschichte handelt von dem Hund Snuffi, den es nur als Freund in der Phantasie eines Jungen gibt und der auf dem Abstellgleis gelandet war. Die Geschichte beleuchtet also nicht – wie man zunächst vermuten mag – die Beziehung Kind plus Hund, sondern beginnt bei Schnuffies Frage „Ich bin doch ein Phantasiehund – wo soll ich hin, wenn ich nicht mehr gebraucht werde?“ Eine warmherzige Geschichte, über einen mittelgroßen, gefleckten Hund und einen Mops, die beide auf der Suche nach neuen Aufgabe in der Phantasie der Kinder sind.

Vielleicht hätte die Fragerunde im Anschluss der Lesung im Lesezelt schon gereicht für eine Blick hinter die Kulissen, doch hätte ich etwas verpasst, wenn ich mir das Interview von Roswitha Budeus-Budde am Stand der SÜDDEUTSCHE ZEITUNG nicht angehört hätte. Ein lebendiger Wortwechsel mit interessanten Fragen nicht nur zur Person Paul Maar und seinen Kinderbuchfiguren sondern auch zum Schreibstil und möglichen, politischen Botschaften in seinen Kinderbüchern. Nicht immer hat Paul Maar gezielt auf die Frage geantwortet. Manchmal genügte auch ein Lächeln um zwischen den Zeilen zu lesen…

Für den Fall das ihr einmal in die Gelegenheit kommt, Paul Maar zu treffen… Kann ich Euch den Tipp geben, stellt ihm nicht die „Out-Frage“, die er wohl schon an die 1000 mal beantworten musste: „Welchen Wunsch würden Sie für einen Wunschpunkt einlösen, wenn Sie die Wahl hätten?“ Paul Maar wird diese Frage mit hoher Wahrscheinlichkeit  charmant umgehen wie in Frankfurt. „Das kommt ganz auf meine Lebenssituation an, ob ich mir den Weltfrieden wünschen soll, oder das Taschentuch um meine triefende Nase zu stoppen.“

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