50.000 Wörter in 30 Tagen?

Experimentierfreudig wie ich bin, habe ich mich nicht abschrecken lassen: 50.000 Worte in nur einem Monat schreiben, geht das? Für mich eine utopisch hohe Zahl. Wie soll das in einem ohnehin vollgepackten Alltag gehen? Aber gut, jammern galt nicht. „Auf gehts“, dachte ich mir, das Anmeldeformular zum #NaNoWriMo (National Novel Writing Month) war schnell ausgefüllt.

Bringt man täglich 1.667 Worte zu Papier, hält man am Ende des Novembers einen fertigen Roman in den Händen. Soweit die Theorie, der Gedanke hinter diesem charmanten Wettbewerb. Die Recherche kommt im Anschluss, bei der Überarbeitung des Werks. Unvoreingenommen, einfach drauf los schreiben, Lücken riskieren, Hauptsache schreiben…

pummeleinhorn

Schon in der ersten November-Woche musste ich das bittere Resümee ziehen, dass ich weit entfernt war von dem erforderlichen Schreibpensum. Die Chance, dass ich am Wochenende die aufgestauten Fehlworte aufholen hätte können, ging gegen Null. Die Flinte ins Korn zu werfen war auch keine Option. Am Tag 5 habe ich meine persönlichen Spielregeln aufgestellt, mit für mich erreichbaren Zielen:

Regel 1: Baby bekommt stets und sofort das Recht auf Zuwendung wenn ihm (oder umgekehrt 😉 ) danach ist, genau wie alle weiteren im Haushalt lebenden Personen. Ggf. muss der iMac im Standby-Modus warten.

Regel 2: Ich bin stolz, wenn ich meine Geschichte auch nur mit einem einzigen Satz weiter voran bringe, solange ich nur täglich an der Fortsetzung arbeite.

Regel 3: Ab sofort wird das Haus nicht ohne NaNoWriMo-Notizbuch und Schreibwerkzeug verlassen. Jede Wartezeit wird gescribbelt was das Zeug hält.

Regel 4: Der Austausch in NaNoWriMo-Social-Media-Gruppen gehört zum regelmäßigen Pflichtprogramm. Nicht jedes Kommentar muss zu Ende gelesen oder kommentiert werden. Das persönliche Stimmungsbarometer preiszugeben oder ein paar aufmunternde Worte für Mitstreiter da zu lassen, muss drin sein.

Und was soll ich sagen, der NaNoWriMo war eine super Erfahrung. Ich habe mehr als die Hälfte an Worten geschafft und bin glücklich damit. Ohne den Wettbewerb hätte ich nicht einmal angefangen mit meiner Geschichte, die mir schon lange im Kopf rumgeistert. Jetzt heißt es auch ohne NaNoWriMo dranbleiben und weitermachen. Und ganz sicher weiterhin nach meinen eigenen Spielregeln, eben so, wie es in den Familien-Alltag passt ❤ .

2 Kommentare zu „50.000 Wörter in 30 Tagen?

  1. Ich denke auch man sollte sich nicht zu sehr auf die Zahlen versteifen… Man hat nunmal ein Leben. Ich denke auch es ist wichtig jeden Tag in irgendeiner Weise daran zu arbeiten, einfach weil sonst die Gefahr zu groß ist, sich vom Projekt zu entfernen, aber es muss nicht jeden Tag der halbe Roman rausspringen 😉 liebe grüße von der Luna ❤

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  2. Hallo Luna, danke Dir, da bin ich wirklich froh, dass ich nicht alleine stehe mit meiner Meinung 😉 Ich finde auch, dran zu bleiben, ist die größte Hürde des Alltags. Geht mir beim Schreiben gleichermaßen wie beim bloggen… Für den Blog habe ich den Dornröschenschlaf jetzt erstmal erfolgreich beendet 😉 Dir auch frohes Schaffen!! Liebe Grüße Silke

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